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DGSM Kongress

Schlechter Schlaf – schlechte Laune – schlechte Leistungen

Schlafstörungen bei Kindern werden oft selbst von den Eltern nicht entdeckt

Düsseldorf (21. 09. 2007).  Circa 30 Prozent der Schlafstörungen bei Kindern werden von deren Eltern gar nicht wahrgenommen. Das haben Parallelbefragungen von Eltern und Kindern ergeben. „Deshalb wird die Schlaf störende Wirkung von TV-Konsum, PC- und Videospielen oft unterschätzt. Auffälliges Tagesverhalten, Tagesmüdigkeit und schlechte Leistungen sollten daher bei Kindern und Jugendlichen immer zur Frage nach der Schlafqualität führen“, fordert Dr. Alfred Wiater, Chefarzt der Kinderklinik des Krankenhauses Köln-Porz und Sprecher der AG Pädiatrie der DGSM im Vorfeld der Jahrestagung dieser Gesellschaft. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) versammelt vom 11. bis 13. Oktober 2007 in Düsseldorf etwa 1400 Experten zum Jahreskongress auf dem Gebiet der Somnologie. Schlafstörungen bei Kindern ist eines der Themen des Kongresses.

Schlechter Schlaf – schlechte Laune – schlechte Leistungen: So könnte man die aktuellen Kenntnisse der Kinderschlafmedizin zusammenfassen. Fast jedes fünfte Grundschulkind schläft schlecht. Wer schlecht schläft, neigt eher zu Hyperaktivität und emotionalen Problemen und – kommt in der Schule schlechter mit. Dies gilt für alle Formen von Schlafstörungen einschließlich der Atmungsstörungen im Schlaf. Letztere können heute auch im Kindesalter operativ, z.B. durch eine Laser-OP bei vergrößerten Mandeln, medikamentös oder apparativ über die Atmungsmaske gut behandelt werden. Auch können kieferorthopädische Maßnahmen die Atmung im Schlaf erleichtern. „Doch es gilt die Devise: Je früher, desto besser, denn 60 Prozent der Schlafstörungen dauern bis ins höhere Lebensalter an. Wichtigste Voraussetzung für die rechtzeitige Behandlung ist das frühzeitige Erkennen der Störung“, betont Dr. Wiater.

Schon Säuglingen und Kleinkindern kann erholsamer Schlaf antrainiert werden. Stabile Rhythmen im Tagesablauf erleichtern es den Kindern frühzeitig auch zu geregelten Schlafenszeiten zu kommen. Des Weiteren spielt die Schlafumgebung eine wichtige Rolle. Schlafen im eigenen Bett in abgedunkelter, ruhiger und nikotinfreier Umgebung von Anfang an ist eine wesentliche Voraussetzung für gesunden Schlaf. Auch für Säuglinge reicht eine Schlafraumtemperatur von 17 – 18 Grad und der Schlafsack ohne weitere Decken etc. Das Schlafen auf dem Rücken und die Berücksichtigung der Empfehlungen zur Schlafumgebung haben in den letzten Jahren zu einem deutlichen Rückgang des plötzlichen Säuglingstodes geführt, der aus dem Schlaf heraus auftritt.

Besonderes Augenmerk zu legen ist auf chronisch kranke Kinder und Jugendliche, die infolge ihrer Grunderkrankung keinen erholsamen Schlaf haben. Schlafanalyse und geeignete Therapieverfahren können bei diesen Patienten hilfreich sein und eine Verbesserung der Lebensqualität bewirken.

 Ein Hauptziel der Kinderschlafmedizin ist es, Informationen über Schlaf und Schlafstörungen bei Kindern einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um so früh wie möglich Schlafstörungen  verhindern zu helfen. Erste Schlafschulungsprogramme bieten dafür eine erfolgversprechende Voraussetzung. „Zum Beispiel hat das Schulungsprogramm im Rahmen der Studie `fit for school` des Bundesforschungsministeriums sehr positive Einflüsse auf die Tageskonstitution der Kinder gehabt“, so Dr. Alfred Wiater.

Das gesamte wissenschaftliche Programm der DGSM-Jahrestagung und alle weiteren Informationen finden Sie auf der Kongresshomepage unter www.dgsm2007.de.

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Veröffentlicht auf Dienstag, Oktober 25th, 2011 in 02:23 unter Ärzte-Referenzen, Referenzen.

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